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UniGay goes Studententheater

 

| 12. Dezember 2012, um 20 Uhr |

Auch dieses Jahr werden wir die Aufführung des Studententheaters besuchen. Das diessemestrige Stück heisst EINE FAMILIE.

Zum Stück

Beverly Weston ist 69 Jahre alt und „ein versoffener ehemaliger Lehrer mit dichterischen Ambitionen“; seine Frau Violet ein „tablettensüchtiges Wrack“ (Spiegel). Beverly eröffnet das Stück mit einer demütigen Huldigung an T.S. Eliot und dessen lupenreinen Überlebensinstinkt. Eliot habe sich aus der Umklammerung der Ehe mit Vivienne Haigh-Wood lösen können. Ganz anders Beverly: „Meine Frau nimmt Tabletten, und ich trinke. Das ist die Übereinkunft, die wir getroffen haben… eine der Übereinkünfte, ein Absatz in unserem Ehevertrag… diesem grausamen Abkommen. Sie nimmt Tabletten, und ich trinke. Ich trinke nicht, weil sie Tabletten nimmt. Ob sie Tabletten nimmt, weil ich trinke… Ich habe vor langer Zeit aufgehört, für meine Frau zu sprechen. Die Gründe sind inzwischen unbedeutend. Fakt ist: Meine Frau nimmt Tabletten, und ich trinke. Und diese Sachlage hat es mit der Zeit sehr mühsam gemacht, die traditionelle Amerikanische Normalität aufrechtzuerhalten: Rechnungen zu bezahlen, Lebensmittelversorgung, Sauberhalten von Kleidung, Teppichen und Scheisshäusern.“

Nach dieser Eröffnungsszene verschwindet Beverly; und das Haus ist bevölkert von Violets Töchtern und Schwiegersöhnen, ihrer Schwester und ihrer Enkelin. Die Familie kommt zusammen in Besorgnis um das spurlose Ausbleiben von Beverly. Dieses erste Zusammenkommen ist denn auch das Harmonischte, was dieses Stück zu bieten hat. Schwestern werden herzlich empfangen. Was folgt, ist eine langsames Hervorzerren alter Familiengeheimnisse und Ehezerwürfnisse.

Quelle: studententheater.ch

 
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